Schwellenneugier

Das Übertreten einer Schwelle von einem Zustand zum anderen bereitet uns meist Angst. Vertrautes akzeptieren wir, finden uns damit ab, befreunden uns, weil wir es kennen. Alles Unbekannte jedoch ist mit Furcht verbunden. Unser Gehirn ist primär im Überlebensmodus: permanent scannt es unsere Umwelt nach potentiellen Gefahren ab. Haben wir einmal schlecht geschlafen, reagieren wir noch sensibler auf unbekannte Situationen, wittern Feinde in fremden Menschen und verlieren den Mut, wenn Hindernisse auf unserem Weg auftauchen.

Derzeit befinden wir uns an der Schwelle zum Frühling, und es ist spannend zu beobachten, wie die Natur uns spiegelt. Eiseskälte zieht über das Land, obwohl die ersten Blumen schon mutig ans Licht drängen. Doch bei vorschnellem Wachsen droht der Kältetod, also zieht sich alles zurück.

Genauso ergeht es uns, wenn wir an der Schwelle zu einer neuen Erfahrung stehen - endlich haben wir uns vorgewagt, wollen uns zeigen, den Schritt gehen, doch die Angst vor dem "Erfrieren", dem Steckenbleiben, hält uns zurück.

Achtsames Hinspüren kann uns dabei helfen, den richtigen Zeitpunkt für neue Schritte zu finden. Eine Haltung der Neugier, der

Offenheit, vor allem Freundlichkeit zu uns selbst ermöglicht uns das Aushalten, aber auch das Vortasten. Schritt für Schritt finden wir uns auf einmal auf der anderen Seite wieder, vertrauensvoll, erblüht, im Licht des Lebens.

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© 2019 Nicole Zijnen

Fotos: Nicole Zijnen, Volker Laengenfelder