Zwischen-Räume

Ein kleines Plädoyer fürs Innehalten. Hetzt du auch manchmal durch den Tag, von einer Tätigkeit zur anderen, von einem Termin zum nächsten, und fragst dich abends, was du eigentlich gemacht hast?

Aufstehen, ins Bad gehen, anziehen, Kaffe kochen, Kinder und Partner wecken, frühstücken, Handy checken, erste Nachrichten beantworten, Termin vereinbaren, zum zigsten Mal auf die Uhr sehen, hoffentlich-klappt-heute-alles-pünktlich, zur Arbeit fahren, Kollegen, Kunden, Gespräche, aber eigentlich ist schon bald wieder Zeit fürs Mittagessen...

Abends alles erledigt, und dennoch, kein gutes Gefühl. Wo bleibt die Zeit für dich?

So schön es ist, zum Yoga zu gehen, joggen, meditieren, manchmal denkst du, der Tag hat nicht genügend Stunden.

Bleib doch einfach stehen zwischen zwei Tätigkeiten. Es genügen ein paar Minuten. Beenden, was du gerade gemacht hast, atmen, nachspüren. Wie fühlt sich dein Körper jetzt an? Wo spürst du deinen Atem? Wie geht es dir jetzt?

Dann erst weiter machen. Und vielleicht noch einmal innehalten, nachspüren. Nicht jedes Mal, aber immer öfter. So gehst du achtsam durch den Tag, und du nimmst die Zwischen-Räume wahr, die immer wieder entstehen. Manchmal die schönsten Momente, wenn eines noch ausklingt, und das andere noch im Entstehen ist. Der Augenblick, wenn der Tag zur Neige gehtund es Abend wird, zum Beispiel. Oder morgens, kurz vor Sonnenaufgang. Dafür achtsam zu werden, bedeutet, offen für die Geschenke des Lebens zu sein.

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© 2019 Nicole Zijnen

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